verlorene beziehung

Du gehst deinen Weg. Mit erhobenem Kopf gehst du dahin. Du bist eine Frau, die meist nur sich selber sieht. Nach außen wirkst du selbstbewusst, in dir drin ruht ein weicher Kern, den nur wenige kennen. Du gehst deine Straße gerade aus. Menschen kommen dir entgegen. Einige bleiben stehen um einpaar Worte mit dir zu wechseln. Die meisten ignorierst du. Da kommt einer, der sich nicht weg schieben lässt. Ihr redet miteinander. Er ist dir sympathisch, Er scheint dir einfühlsam, Er geht auf dich ein. Dies tut dir wohl. Als er sich umdreht und dir folgt, lässt du es geschehen. Er geht neben dir. Plötzlich teilt sich der Weg. Es werden zwei schmale Wege draus. Ihr geht weiter neben einander, nur dass jetzt Bäume und Büsche eure Blicke stören. Manchmal entsteht eine Lücke zwischen Bäumen. Ihr könnt euch sehen und einige Worte miteinander reden. Beim weiter gehen stören Bäume und Büsche euren Kontakt. Manchmal hört einer, wie ein Zweig unter den Füßen des anderen knackt. Nun kommt ihr an eine Lichtung. Ihr seht eine große wiese mit Blumen und einen kleinen Teich in der Mitte. Einpaar Dornenbüsche stören Das Bild. Beide steht ihr euch nun gegenüber. Nur der Teich ist noch zwischen euch. Ihr lächelt euch an. Du lächelst selten. Jetzt tust du es. Der Mann gefällt dir. Er hat was. Jetzt siehst duihn, den Teich umrundend, auf dich zu kommen. Er nimmt deine Hand. Du möchtest zerspringen vor Glück. Dieses Gefühl, schon verloren geglaubt, nimmt Besitz von dir. Plötzlich liegt ihr euch in den Armen und könnt euch nicht mehr loslassen. Jetzt sagt ihr euch alles das, was zwei hals über Kopf verliebte sich allein zu sagen haben. Der schönste Satz dieser Welt kann nicht oft genug gesagt werden. Wie zwei verliebte es immer tun, so versprecht ihr euch den Himmel auf Erden. Nun geht ihr zusammen euren Pfad. Ein glatter und ebener Weg ist es. Nach langer Zeit, vieles liebe ist gesagt und getan, kommt ihr an eine Wegkreuzung. Nach links verläuft eine, breite glatte Straße. Nach rechts ein schmaler etwas holpriger Weg. Gerade aus seht ihr einen Weg mit Steinen übersäht, mit Löschern und Gräben durchsetzt. Hier ist guter Rat teuer. Was ist der Richtige weg? Ihr traut euch den schlechtesten Weg zu. Wenn zwei sich lieben scheint jedes Hindernis überwindbar. Das Versprechen gilt. Einer hilft den anderen. Den Anfang schafft ihr. Wenn einer fällt, fängt ihn der andere auf. Du bist unsicherer auf deinen Beinen, er aber hat immer noch Kraft für beide. Plötzlich bleibst du stehen. Er dreht sich nach dir um, hält deinen Arm. „Mein Schatz, was ist mit dir?“ „Ich kann nicht mehr. Ich muss zurück.“ „Mein Schatz, wir schaffen es. Glaub mir, es wird bald leichter.“ „Nein! Lass’ mich gehen.“ Ich schaff’ es nicht mehr.“ Du drehst dich um und machst dich von ihm Frei. Er verliert den Halt und fällt. Sein Ruf um Hilfe erreicht dich nicht mehr. Bald siehst du die Kreuzung wieder. Dort angekommen, schaust du dich um. Ohne zu zögern biegst du in die breite glatte Straße ein. Manchmal siehst du ihn noch wie er sich von Stein zu Stein arbeitet. Wie er fällt und wieder weiter geht. Du fühlst dich frei auf deiner glatten Straße. Es stört dich immer weniger, wie er stolpernd vorwärtskommt.

Pass’ auf! Eine glatte Straße wird oft ein Steiniger Weg. Dagegen kann es sein, Dass eine Steinwüste sich in die schönste Wiese verwandelt.