Gegensätze

Ich mag den Wald. Wenn ich Ruhe und Frieden suche, finde ich sie dort.
Auf den Weg dahin wird der Straßenlärm schwächer, der Boden weicher, und wenn mir ein einzelner Mensch entgegen kommt, sehe ich ihn an, dass er sich Zeit nimmt, seine Umgebung in sich aufzunehmen.

Mit dem Lärm lasse ich aber auch das Licht hinter mir. Je tiefer ich in den Wald eindringe desto dunkler wird es um mich herum. Jeder Baum wird zur Bedrohung, jeder Busch zum Gespenst und jedes leise Knacken ein wildes Tier.

Es drängt mich zurück ins Licht, wo Bäume wieder Bäume, Büsche wieder Büsche und das leise Knacken wieder Äste unter meinen Füßen sind. Hier sind aber auch wieder Lärm und Rastlosigkeit.

Merke dir: „Im Leben gibt es nicht nur das Gute allein. Die süßeste Sahnetorte ist nichts wert, wenn der trockene Boden fehlt.“

Copyright by Thomas Löffler