1962 erblickte ich das Licht der Welt.
Mit meinen Eltern und drei Geschwistern wohnte ich in einer sächsischen Kleinstadt, aus der meine Familie 1970 in ein Dorf im Harz umzog.
Nach einigen Krankenhausaufenthalten kam ich als Geburtsblinder 1967 in ein Internat, in dem ich zwei Jahre lang einen Kindergarten besuchte und anschließend zehn Jahre zur Schule ging. Zuletzt machte ich für zwei Jahre eine Berufsausbildung zum Klavierstimmer.
Nach Hause zurückgekehrt, übte ich diesen Beruf als Selbstständiger bis 1985 aus und übernahm anschließend eine Stelle als Telefonist in einer diakonischen Einrichtung für geistig Behinderte. Während meiner Schul- und Ausbildungszeit engagierte ich mich stark in der Kirche. Unter anderem im Leitungsteam der jungen Gemeinde. 1990 wählte man mich als Abgeordneten in die Gemeindevertretung unseres Ortes, aus der ich Jahre später aus Gewissensgründen austrat.
Falko, meinen ersten Blindenführhund, bekam ich 1999. Seitdem arbeite ich ehrenamtlich in verschiedenen Arbeitskreisen der Blindenführhundhalter im Blindenverband mit.
Nachdem Falko 2005 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Dienst genommen werden musste, kam mein zweiter Führhund Bruno zu mir. Ihn musste ich 2010 wegen einer beidseitigen Netzhautdegeneration aus dem Dienst nehmen.
Kurz danach Zog Wendy, mein dritter Blindenführhund, bei mir ein. Leider musste Sie wegen grauem Star 2018 ebenfalls aus dem Dienst genommen werden.
Nun wohnt Pear, mein vierter Führhund, seit April 2018 bei mir und macht mir dienstlich wie auch privat viel Freude.
Im Sommer 2015 zog ich nach Marburg. Dieser nicht ganz einfache Schritt veränderte mein Leben grundlegend.